Schiedsrichterordnung

Auszug aus der S P I E L O R D N U N G

X.                S c h i e d s r i c h t e r / i n n e n - E i n s a t z

§ 48     (1)   Die Vereine erhalten eine etwa der Zahl ihrer Spiele proportionale Zahl von Schiedsrichteransetzungen. Spiele von Mannschaften der MU 16, WU 15, MU 14, WU 13, MU 12, WU 11 und  U 10 jeweils beider Geschlechter bleiben hierbei außer Ansatz.

(2) Erstmals an Wettbewerben teilnehmende Vereine können auf Beschluss des Verbandstages ganz oder teilweise von Schiedsrichteransetzungen befreit werden.

§ 49     Abweichend von § 59 Abs. (2) und § 60 DBB-SO beträgt die Wartefrist in             Verbandshallen 10 Minuten.

§ 51     Ergänzend zu § 59 Abs. (2) und  (3) DBB-SO müssen sich die Mannschaften im Jugendbereich unterhalb der LR auch auf nicht vereinsneutrale Schiedsrich­ter/innen einigen.

§ 52     (1)   Die Schiedsrichter/innen müssen ihren Spielauftrag in regelgerechter Sportkleidung, die zumindest besteht aus schwarzer oder dunkelblau Hose und grauem Hemd, wahrnehmen. Der Ausrichter vermerkt den Verstoß auf der Rückseite des Spielberichtsbogens.

(2)       Die Schiedsrichter/innen haben die Teilnehmerausweise sowie die Trai­nerlizenzen sorgfältig zu prüfen und dies durch einen Vermerk auf dem Spielberichtsbogen kenntlich zu machen. Bei fehlenden Teilnehmerausweisen ist die Identität der Spieler/innen festzustellen. Das Fehlen von Teilneh­merausweisen sowie die Nichtfeststellung der Identität sind zu protokol­lieren.

(3)       Die Schiedsrichter/innen müssen ihre Lizenznummer auf dem Spielbe­richtsbogen eintragen, nicht namentlich angesetzte Schiedsrichter/innen darüber hinaus ihre Vereinszugehörigkeit. Sie haben den Spielberichtsbogen zu unterschreiben.

(4)       Die Schiedsrichter/innen haben einen Verstoß gegen die Ordnungen des DBB und/oder des HBV auf der Rückseite des Spielberichtsbogens zu vermer­ken.

(5)       Bei Verstoß gegen diese Bestimmungen wird unter Vereinshaftung eine Ordnungsstrafe erhoben.

§ 53    (1)   Die Vereine sind dafür verantwortlich dass Schiedsrichter/innen mit einer Basislizenz bzw. einer Einsteigerlizenz nur entsprechend der HBV-Schiedsrichterordnung eingesetzt werden. Bei Verstoß gilt/gelten der/die Schiedsrichter/innen als nicht angetreten und es wird eine Ordnungsstrafe erhoben; im Wiederholungsfall kann der Verein nach Anhörung durch das Präsidium des HBV vom weiteren Spielbetrieb im Erwachsenenbereich ausgeschlossen werden.

(2)       Ist ein Spiel von einem/einer nicht lizenzierten Schiedsrichter/in oder einem/einer Schiedsrichter/in ohne aktuelle Mitgliedschaft in einem Verein, der einem Landesverband angehört ge­leitet worden, oder führt der Einsatz von Schiedsrichter/inne/n mit einer Basislizenz bzw. einer Einsteigerlizenz dazu, dass kein/e Schiedsrichter/in mit einer DBB-Lizenz gepfiffen hat, wird das Spiel wiederholt. Der betreffende Verein übernimmt sämtliche durch die Wiederholung entstehenden Kosten.

(3)       Namentlich angesetzte Schiedsrichter/innen dürfen nicht zu Spielen ih­rer Vereine angesetzt werden. Ausnahmen, die dazu dienen, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, benötigen die Zustimmung beider am Spiel beteiligten Vereine. Diese ist vor dem Spiel auf der Rückseite des Spielberichtsbogens zu vermerken. Eine fehlende Zustimmung wird wie ein Nichtantreten des/der Schiedsrichters/in gemäß § 55 HBV-SO behandelt. Bei Verstoß gegen diese Bestimmungen wird unter Vereinshaftung eine Ordnungsstrafe erhoben.

(4)       Bei nicht ordnungsgemäßem Einsatz von Schiedsrichter/inne/n im Jugend­bereich mit Ausnahme der LR kann ein Spiel auf Antrag wie ausgetragen ge­wertet werden. Der Antrag ist vor Spielbeginn durch beide Spielpartner zu stellen, schriftlich zu protokollieren und durch beide Spielpartner zu un­terzeichnen. Er kann nicht widerrufen werden.

§ 54    (1)   Die Schiedsrichter/innen erhalten eine nach Spielklassen gestaffelte Gebühr, die bei namentlichen Ansetzungen zu Spielen der HO, DO, HS, DS und LR zusätzlich eine Fahrgeldpauschale enthält. Dabei gelten Spiele der DP oder HP mit Beteiligung von Mannschaften der HO, DO, HS oder DS, als Spiele dieser Spielklassen, mit Beteiligung von Mannschaften der RLN als Spiele der HO bzw. DO.

(2)       Bei einem Spiel/Spielen außerhalb des Großbereichs Hamburg des HVV er­halten die Schiedsrichter/innen, falls ihr Verein nicht unmittelbar vor oder unmittelbar nach dem/den Spiel/Spielen ein Spiel an dem betreffenden Ort auszutragen hat, insgesamt je einmal eine Fahrgeldvergütung. Die Höhe der Fahrgeldvergütung entspricht den Kosten für die günstigste Hin- und Rückfahrt vom Rande des Großbereichs Hamburg des HVV bis zum Austragungs­ort.

(3)       Eine Fahrgeldvergütung wird nicht gezahlt bei einem Spiel, das auf­grund eines Nichtantretens von Schiedsrichter/inne/n neu angesetzt worden ist, wenn die Schiedsrichter/innen des neu angesetzten Spiels dem Verein angehören, dessen Schiedsrichter/innen den Spielausfall verursacht haben, und wenn den Schiedsrichter/inne/n bei dem ausgefallenen Spiel keine Fahr­geldvergütung zugestanden hätte.

(4)       Die Schiedsrichtergebühr ist vor Spielbeginn zu erstatten, und zwar dem/der 1. Schiedsrichter/in durch den Heimverein, dem/der 2. Schiedsrichter/in durch den Gastverein. Eine Fahrgeldvergütung wird beiden Schiedsrichter/inne/n vor Beginn des ersten von ihnen geleiteten Spiels durch den Ausrichter erstattet. Ist nur ein/eine Schiedsrichter/in angetreten, erhält der/die Schiedsrichter/in vom Heim- und vom Gastverein je eine halbe Schiedsrichtergebühr.

(5)       Tritt eine Mannschaft nicht an, erhalten die Schiedsrichter/innen die Schiedsrichtergebühr und gegebenenfalls die Fahrgeldvergütung von der Mannschaft, die angetreten ist. Treten beide Mannschaften nicht an, macht der/die 1. Schiedsrichter/in seine/ihre Forderung beim Heimverein geltend, der/die 2. Schiedsrichter/in beim Gastverein. Die Regelungen für Kostener­stattung der Vereine gelten entsprechend.

§ 55     (1)   Treten Schiedsrichter/innen nicht an, so wird eine Ordnungsstrafe er­hoben.

(2)       Verursachen Schiedsrichter/innen durch Nichtantreten einen Spielaus­fall, muss der Verein, dem der/die 1. Schiedsrichter/in angehört, dem Aus­richter bzw. Heimverein die entstandenen Kosten erstatten, der Verein, dem der/die 2. Schiedsrichter/in angehört, dem Gastverein. Die Regelungen für die Kostenerstattung der Vereine gelten entsprechend.

§ 56     Verursachen Schiedsrichter/innen z.B. aufgrund eines Regelverstoßes eine Spielwiederholung, ist der Verein, dem der/die 1. Schiedsrichter/in ange­hört, zur Zahlung aller durch die Spielwiederholung entstandenen Kosten verpflichtet. Die Regelungen für die Kostenerstattung der Vereine gelten entsprechend.

 

S C H I E D S R I C H T E R O R D N U N G

In der folgenden HBV- Schiedsrichterordnung (HBVSRO) sind Schiedsrichter, in der männlichen Form angesprochen. Diese Form ist zur Vereinfachung gewählt. Alle Angaben gelten selbstverständlich auch für Schiedsrichterinnen.

§ 1 Im Bereich des Hamburger Basketball Verbandes (HBV) gilt die DBB Schiedsrichterordnung (DBB-SRO). Sie wird durch die nachstehenden Bestimmung ausgeführt und ergänzt.

§ 2 DBB-Schiedsrichterlizenz

(a) Die Voraussetzungen für den Erwerb der DBB-Schiedsrichterlizenz sind in der DBB Richtlinie für Ausbildung und Prüfung von Schiedsrichtern geregelt.

Bestehen der praktischen SR-Prüfung. Die praktische SR-Prüfung findet im Bereich des HBV in der Regel bei Spielen der Herren-Kreisliga oder Herren-Bezirksliga statt; im Ausnahmefall kann sie auch bei Spielen anderer Spielklassen (z.B. Jugendspiele, Turniere) stattfinden.

Über den Einsatz und die Rechte von Prüflingen bei Prüfungsspielen gibt ein Merkblatt der HBV- Schiedsrichterkommission (SRK) in der jeweils gültigen Fassung Auskunft.

§ 3 (1) Eine DBB- Schiedsrichterlizenz ist, sofern nicht eine abweichende Regelung einschlägig ist, mindestens alle zwei Jahre zu verlängern. Eine Verlängerung erfolgt nur, wenn der Schiedsrichter (SR) an mindestens einer Fortbildungsveranstaltung des laufenden Spieljahres erfolgreich teilgenommen und bis zum 01.07. nach Abschluss der Saison mindestens fünf Spiele geleitet und dies anhand des Schiedsrichter Einsatznachweisheftes nachgewiesen hat. Ausnahmen liegen im Ermessen des HBV SRK

(2) In Jahren, in denen eine Überarbeitung der FIBA-Regeln veröffentlicht wird, gilt ergänzend zu Abs. 1 für alle SR des HBV die Pflicht zur Teilnahme an einerFortbildungsveranstaltung. Bei Nichtteilnahme oder nicht erfolgreicher Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung ruht die Schiedsrichterlizenz.

(3) Leitet ein SR 1 bis 4 Spiele bis zum 01.07. nach Abschluss der Saison, so kann er nach Teilnahme einer Vereinsfortbildung und Bestehen des Regeltests seine SR-Lizenz verlängern/erneuern lassen.

(4) Leitet ein SR kein Spiel bis zum 01.07. nach Abschluss der Saison, so wird er bis auf weiteres als Schiedsrichter gesperrt und seine SR-Lizenz ruht. Der SR kann nach Teilnahme an einer Vereinsfortbildung und Bestehen des Regeltests und Bestehen in einem Prüfungsspiel seine SR-Lizenz verlängern/erneuern lassen.

(5) Der Regeltest hat eine Dauer von 10 Minuten, während dessen sind 25 Fragen aus dem Schiedsrichterregelfragenkatalog des DBB zu beantworten. Es dürfen maximal 7 Fehler gemacht werden, andernfalls gilt der Regeltest als nicht bestanden. Der Regeltest kann einmal wiederholt werden. Im Falle des Nichtbestehens ist der SR gesperrt.

(6) Eine ruhende Lizenz kann auf Antrag bei der HBV-SRK unter folgenden Prämissen wieder aktiviert werden: Hat ein SR seine SR-Lizenz auf vorherigen Antrag hin mit Zustimmung des HBV-SRK zwei Jahre lang ruhen lassen, so kann die SR-Lizenz durch die Vorgehensweise gemäß Abs. 3 dieser Regelung wiederreaktiviert werden. Hat ein SR seine SR-Lizenz bis zu vier Jahre lang ruhenlassen, so kann die SR-Lizenz durch die Vorgehensweise gemäß Abs.4 dieser Regelung wieder reaktiviert werden. Hat ein SR seine Lizenz länger als vier Jahre lang ruhen lassen, so ist die SR-Lizenz neu zu erwerben. Ausnahmen regelt die HBV-SRK auf schriftlichen Einzelantrag (z.B. aufgrund nachgewiesener Spiel-oder Schiedsrichtererfahrung in höheren überregionalen Spielklassen)

§4 SRO Schiedsrichtereinsatz

(1) Schiedsrichterkader

(a) Die HBV-SRK kann Schiedsrichterkader benennen, deren Mitglieder alseinzige für bestimmte Spielklassen zugelassen sind.

(b) Die Zugehörigkeit zu einem Schiedsrichterkader kann von Prüfungen, Tests,Zertifikaten und anderen Voraussetzungen abhängig gemacht werden.

(c) Die HBV-SRK wählt aus dem Kreis des höchsten Schiedsrichterkaders die Kandidaten für den überregionalen Einsatz aus.

(2) Persönlicher Spielauftrag

(a) Ein Mitglied eines Schiedsrichterkaders ist verpflichtet, alle Spiele zu leiten, für die ihm persönlich ein Auftrag erteilt wird.

(b) Ein Auftrag kann zurückgegeben werden, wenn dieser nicht wahrgenommen werden kann. Die Gründe sind bei der Rückgabe zu nennen. Die Rückgabe hat unverzüglich nach Erteilung des Auftrages bzw.nach Kenntnis des Hinderungsgrundes zu erfolgen.

(c) Fühlt ein Schiedsrichter sich einer Mannschaft gegenüber befangen, so hat er um Absetzung in gleicher Weise nachzusuchen.

(3) Überregionaler Einsatz

(a) Schiedsrichter, die in der Bundesliga oder in der Regionalliga zum Einsatz kommen sollen, werden von der HBV-SRK benannt

(b) Die HBV-SRK kann die Meldung eines Schiedsrichters für überregionale Ligen von dessen Mitarbeit im Schiedsrichterwesen abhängig machen.

 

§ 5 Änderungen der HBV-Schiedsrichterordnung werden vom HBV-Verbandstag beschlossen.