LOTTO Hamburg Pokal | 2015

LOTTO HAMBURG Pokal Final 4

 

BG Hamburg West holt sich beide Titel

 

Jubelnd lagen sich die Herren und Damen der BG Hamburg West in den Armen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte schafften es beide Teams den begehrten Hamburger Pokal für sich zu gewinnen. Während die Damen als Dauerabonnent auf den Titel mit dem 73:25 im Finale über Halstenbek/Pinneberg keine Probleme hatten, war das Herrenendspiel schon deutlich spannender. Am Ende setzte sich das Team der BG West dennoch deutlich mit 73:52 gegen Bramfeld durch.

 

Bereits am Samstag begann das Pokal Final 4 am frühen Morgen mit zwei Veranstaltungen für Trainer und Schiedsrichter. Towers Headcoach Hamed Attarbashi gewährte den Trainern intensive Eindrücke in die Philosophie der Towers und stellte dadurch einen sehr direkten Kontakt zu den zahlreichen Hamburger Coaches her. Die Schiedsrichter-Fortbildung war mit Referent Boris Schmidt, langjähriger Bundesligaschiedsrichter, ebenfalls erstklassig besetzt und fand große Beliebtheit.

 

Um 13:15 Uhr ging es dann auf dem Spielfeld zur Sache. Das erste Halbfinale der Damen bestritten die Oberliga Damen des Eimsbüttler TV gegen den 2. Regionaligisten Holstein Hoppers. Nach einem holprigen Start lagen die ETV Damen bereits 9-0 zurück, ehe sie langsam ins Spiel fanden. Beim zeitweise auf Augenhöhe geführten Spiel behielten die Damen aus Halstenbek/Pinneberg aber immer die Nase vorn und sicherten sich am Ende verdient den 55:39-Sieg und damit, wie schon bereits im letzten Jahr, den Einzug ins Finale.

 

Im zweiten Damen-Halbfinale traf der Titelverteidiger der BG Hamburg West (1. Regionalliga) auf den im nächsten Jahr ebenfalls in der 1. Regionalliga spielenden Ahrensburger TSV. Beiden Teams merkte man deutlich an, dass das Ende ihrer regulären Saison schon einige Wochen her war. Spielfluss und Treffsicherheit bescherten einem insgesamt etwas brüchigem Spiel nur wenig Körbe. Nach 40 Minuten hieß es 44:34 und die BG West zog somit zum achten Mal in Folge ins Finale ein.

 

Bei den Herren hieß es in beiden Halbfinal-Paarungen: 2. Regionalliga trifft auf Oberliga. Vom Papier her also alles klar. Doch in beiden Partien wurde dem „Favoriten“ alles abverlangt.

Im ersten Halbfinale setzte sich die BG Hamburg West am Ende mit 69:59 gegen Gut Heil Billstedt durch. Der Oberligist aus Billstedt setzte die Eidelstedter mit einer starken Verteidigung mächtig unter Druck. Schon in der Vorrunde konnten sie mit einem Sieg gegen BCH, ebenfalls aus der 2. Regionalliga, beweisen, dass sie höherklassige Gegner schlagen können. Doch dieses Mal reichte es nicht zur Überraschung. Die Herren der BG West schafften erstmalig den Einzug ins Finale.

 

Das letzte Spiel des Tages war gleichzeitig das Highlight des Tages. Oberligist Hittfeld nahm den Meister der 2. Regionalliga und letztjährigen Pokalsieger, den Bramfelder SV, auf den Prüfstand. In keiner Phase des Spiels fand Bramfeld die nötige Konsequenz das Spiel schon vorzeitig für sich zu entscheiden. Immer wieder kämpften sich die jungen Hittfelder ran und schnupperten an der Sensation. Fünf Minuten vor Ende der Partie übernahmen sie erstmalig die Führung, doch Bramfeld gab nicht auf und biss sich durch die letzten Minuten zum 65:61-Sieg. „Coach of the Year“-Award Gewinner Jan Fuisting konnte mit der Leistung seiner Hittfeld Sharks vollsten zufrieden sein. Am Ende fehlte seinem Team nur die nötige Portion Glück, um die Überraschung perfekt zu machen.

 

Der Finaltag am Sonntag begann mit den Damen, deren Begegnung der des letzten Jahres entsprach. Und auch damals setzten sich die BG West Damen 75:23 gegen die Holstein Hoppers durch. In diesem Jahr hieß es 79:25. Schon von Beginn an zeigten die Damen der Holstein Hoppers großen Respekt vor den Titelverteidigerinnen und lagen bereits nach zehn Minuten 7:19 zurück. Auch in den kommenden drei Abschnitten schafften es die Hoppers nicht, die 10 Punkte-Marke zu brechen, womit sich schnell ein relativ einseitiges Spiel zeigte. Die BG West Damen waren im Gegensatz zu Samstag jetzt viel besser in Spiellaune und zeigten mit vielen gelungenen Aktionen ein attraktives Spiel. Am Ende gewannen sie verdient auch in diesem Jahr wieder den LOTTO Hamburg Pokal. In 12 Jahren ist es das achte Mal.

 

Vor dem Herrenfinale kam es zu den Ehrungen der „Coach of the Year“-Awards. In der Kategorie „Rookie“ gewann Julian Brandt (BG West), Sükran Gencay (ETV) im Bereich „Jugend“ und Jan Fuisting (Hittfeld) in der Kategorie „Senior“.

 

Auch bei den Schiedsrichtern wurde dieses Jahr der Andreas Wørzner Schiedsrichter Nachwuchspreis verliehen. Der „Nachwuchsschiedsrichter des Jahres“ wurde Amir Shabanpour.

 

Anschließend standen im Herrenfinale mit der BG Hamburg West und Bramfeld zwei 2. Regionalligisten, die sich diese Saison schon zwei Mal gegenüber standen. Beide Partien konnten die Bramfelder für sich entscheiden. Und so schien der Favorit schon vorher klar zu sein, zumal die BG West noch nie in einem Pokal Final 4 stand und Bramfeld den Pokal die letzten zwei Jahre mit nach Hause nehmen durfte. Die rund 300 Zuschauer in der Wandsbeker Sporthalle erlebten von Anfang an eine heiße und intensive Partie. Beide Teams zeigten guten Basketball und schenkten sich hinten wie vorne nichts. Nach 10 Minuten lag Bramfeld mit 19:18 vorne. Doch wie schon am Vortag gegen Hittfeld, hatten die Herren des BSV Probleme mit der aggressiven Verteidigung der Gegner und kamen zu keinen leichten Punkten. Von außen fielen die Würfe nicht und auch unter dem Korb klappte nicht viel. Zur Halbzeit setzte sich BG West ab, ging mit 36:30 in die Kabine. Doch auch nach der Pause wollte der Knoten beim Team von Trainer Ulises Solorzano nicht platzen. Kontinuierlich baute der „Underdog“ seine Führung aus und holte sich am Ende einen relativ klaren 73:52-Sieg. Für die BG West Herren war es der erste Pokaltitel in der Vereinsgeschichte. Für den Verein zugleich ein „Double“ aus Damen- und Herrentitel.

Nach zwei erfolgreichen Tagen Basketball blickt Organisator Oliver Eckardt zufrieden auf das Event zurück. Durch die Unterstützung der Sponsoren LOTTO Hamburg, Targobank, Hamburg Towers und Karstadt sports gab es auch zwischen den Spielen viele Aktionen zum Mitmachen. Ein großer Dank geht ebenfalls auch an das Trampolin-Team des Turn-Club Wilhelmsburg, das in der Halbzeit des Herrenfinales mit seiner Show „Blue“ die Zuschauer begeisterte.

 

Zum Abschluss der Basketballsaison ist dieses Event nicht nur für alle beteiligten Teams zum Höhepunkt geworden, sondern auch für ganz Basketball-Hamburg ein Treffpunkt, um noch näher zusammenzuwachsen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

 

Damen Halbfinals:

Holstein Hoppers : Eimsbüttel 55:39

BG Hamburg West : Ahrensburg 44:34

 

Herren Halbfinals:

BG Hamburg West : Billstedt 69:59

Bramfeld : Hittfeld Sharks 65:61

 

Damenfinale:

BG West : Holstein Hoppers 79:25

 

Herrenfinale

Bramfeld : BG West 52:73